Wertstromanalysen im Einkauf

Wertstromanalysen betrachten die gesamte Wertschöpfungskette.

Wertstromanalysen im Einkaufeiner von 100 erprobten kaufmännischen und technischen Hebeln, die für die Kostenoptimierung in Frage kommen.

Wertstromanalysen

Wertstromanalysen im Einkauf helfen, Lieferanten konsequent dorthin zu entwickeln, wo Sie sie brauchen und Kosten dort einzusparen, wo sie entstehen. Ziel einer Wertstromanalyse bei Lieferanten ist die Anpassung des Wertstroms an den eigenen Bedarf und die Aufdeckung von Verschwendung. Dabei eliminieren Sie wertlose Aktivitäten ganz im Sinne von Lean Management und sparen die Kosten hierfür ein. Die dadurch erzielten Savings können Sie teilen oder komplett durchreichen. Des weiteren optimieren Sie durch Wertstromanalysen auch die eigenen Beschaffungsprozesse.

Wertstromanalysen betrachten die gesamte Wertschöpfungskette. Entsprechend visualisieren und analysieren sie interne wie unternehmensübergreifende Prozesse und beantworten zwei Fragen: Wofür ist der Kunde bereit zu bezahlen? Beziehungsweise welche Abläufe sind notwendig, um diesen Wert für den Kunden zu erzeugen?

Die vier Phasen einer Wertstromanalyse durch den Einkauf

  1. Modellieren und analysieren Sie den Prozess ausgehend von den Wünschen des Endkunden (zum Beispiel ab dem Versand des Endproduktes).
  2. Modellieren und analysieren Sie den Materialfluss ebenfalls in entgegengesetzter Richtung.
  3. Ermitteln Sie außerdem für jedes untersuchte Merkmal KPIs wie Losgröße, Bearbeitungszeit, Liegezeit, Transportzeit oder Lagerbestand.
  4. Ermitteln Sie ferner Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Kundenaufträgen, Losgrößen, Produktionskapazitäten, Beständen, Durchlaufzeiten und Liefertreue.

Die sieben Schritte einer Wertstromanalyse beim Lieferanten

  1. Was wird in welchen Mengen abgerufen: Erfassen Sie alle notwendigen Abrufinformationen (Varianten, Mengen, Rückrufdaten).
  2. Wie wird produziert: Gehen Sie gemeinsam mit dem Lieferanten durch die Produktion, um die wichtigsten Prozessschritte zu identifizieren und in die richtige Reihenfolge zu bringen.
  3. Prozesse und Lagerorte: Ermitteln Sie für jeden Prozess Durchlaufzeit, Bearbeitungszeit, Rüstzeit, Losgröße, Arbeitsvorrat, Kapazitätsangebot/-auslastung, Anzahl Produktvarianten, Anzahl Mitarbeiter, Arbeitszeit/Schichtmodell und Abfall. Ermitteln Sie zudem für jeden Lagerort den aktuellen Kapazitätsgrad.
  4. Materialfluss und Prozessschritte: Zeichnen Sie die Materialflüsse und verbinden Sie die einzelnen Prozessschritte/Arbeitsplätze (Push, Pull usw.).
  5. Kritische Teile: Fordern Sie Zeichnungsinformationen zu kritischen Teilen an.
  6. Informationsfluss: Zeichnen Sie den Informationsfluss (Prognosen, Lieferpläne, Produktionsplan und Auftragseingang). Dabei erfragen Sie, wo die Verantwortlichen Informationen über die jeweiligen Prozessschritte bzw. Arbeitsstationen bzw. Informationen darüber erhalten, was wann produziert werden muss. Wie finden sie diese Informationen? Finden sie diese Informationen selbst?
  7. Durchlauf und Wertschöpfung: Berechnen Sie Durchlaufzeit und Wertschöpfungszeit.

Wenn Sie noch mehr zum Thema Kostenreduzierung lesen möchten: Hier geht`s zu meinem ausführlichen Artikel auf Beschaffung Aktuell!

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Georg Rinkens

Senior Project Manager
   
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