Nachhaltigkeit im Einkauf: Es gibt noch viel zu tun!

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200 Teilnehmer diskutierten beim 1. BME Sustainability Summit das Thema Nachhaltigkeit im Einkauf. Die amc Group untersuchte im begleitenden Workshop den Reifegrad des Einkaufs in Bezug auf Nachhaltigkeit. Die Bilanz: Es gibt noch viel zu tun!

Daimler will die klimaneutrale Produktion ab jetzt zu einem festen Vergabekriterium machen und seine Lieferkette damit umweltfreundlich – das sagte Daimler-Chef Ola Källenius dieser Tage auf der IAA. Doch nicht nur die Automobilindustrie und ihre Zulieferer denken um. Auch in anderen Branchen ist die Botschaft angekommen und damit verbunden die Erkenntnis, dass bei einer bis zu 70prozentigen externen Wertschöpfung der Hebel für Nachhaltigkeit im Einkauf sitzt. Ebenfalls in Frankfurt trafen sich jetzt deshalb 200 Teilnehmer zum 1. BME Sustainability Summit.

Nachhaltigkeit als zentraler Faktor des Lieferanten- und Risikomanagements

Zwei Tage diskutierten Einkäufer und Einkäuferinnen, wie der Spagat zwischen Kosten- und Umweltbewusstsein gelingen kann und erarbeiteten nachhaltige Einkaufsstrategien. Klar ist, dass das Thema enorm an Fahrt aufnimmt und sich vom grünen Feigenblatt zu einem zentralen Faktor des Beschaffungs- und Risikomanagements wandelt. Klar ist auch, dass noch viel zu tun ist. Auch dieses ehrliche Bekenntnis war ein Ergebnis des 1. BME Sustainability Summits in Frankfurt.

amc-Workshop zeigt: Es mangelt an Grundlegendem

In der Praxis mangelt es an Grundlegendem: So kamen die 30 Teilnehmer des amc-Workshops in der Ableitung einer pragmatischen Zielsetzung und Roadmap in Bezug auf Nachhaltigkeit kaum über den ersten Schritt hinaus. Vielfach fehlt schon die Transparenz, welche Materialien bzw. welcher Anteil des Einkaufsvolumens heute bereits nachhaltig eingekauft wird und das am besten noch herunter gebrochen auf die einzelnen Warengruppen. Am ehesten gelingt dies für Produktionsmaterialien, bei indirekten Bedarfen oder Investitionsgütern scheint die Datenlage in vielen Unternehmen mau.

Auch die Vielzahl an Zertifikate zu Produkten und Firmen sind in der Praxis oft schwierig auszuwerten, da die Stammdaten von Materialien und Lieferanten nicht immer ideal mit den aktuellen Zertifikaten verknüpft sind. Hier können Lieferantenmanagementsysteme mit Self Service Funktion und Lieferanten-Netzwerke helfen.

Startpunkt für den Wandel

Schön wäre eine gemeinsame Erklärung des Einkaufs in Deutschland zum Thema Nachhaltigkeit, die die Teilnehmer ja aber vielleicht beim nächsten BME Sustainability Summit unterzeichnen können. So gesehen war dieses erste Summit ein Startpunkt für den Wandel hin zu einem verantwortungsbewussten Einkauf, für den die sozialen und ökologischen Folgen der Lieferkette genauso relevant sind, wie wettbewerbsfähige Preise, Qualität und Zuverlässigkeit von Lieferanten. Die Qualitäten als Schnittstellenmanager sind im Einkauf gefragter denn je. Nachhaltigkeit lässt sich nie alleine, sondern immer nur im Netzwerk aller interner und externer Partner erreichen und sie braucht eine transparente Datenlage. Die amc Group unterstützt Sie auch bei dieser Transformation. Sprechen Sie uns an und erarbeiten Sie mit uns die notwendigen Grundlagen für eine nachhaltige, zukunftsfähige Beschaffung. Wir freuen uns auf einen regen Austausch!

Das Foto zeigt amc Senior Consultant Lorenz Kleinert bei der Moderation des amc Roundtables „Reifegrad des Einkaufs bezogen auf eine nachhaltige Beschaffung.“

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